Donnerstag, 20. November 2014

Oversized Karo-Hemd: 7 ways to wear it

Dieses Karo-Hemd habe ich mir vor etwa zwei Monaten bei Forever21 bestellt und festgestellt, dass es vielseitiger sein kann als ich dachte. Heute will ich euch zeigen, was man damit alles machen kann:
Welche der sieben Varianten gefällt euch am besten? :)


Ich trage: Karo-Hemd - Forever21
1. Look: Mütze - Asos, Hose - H&M, Schuhe - H&M
2. Look: Gürtel - Vintage, Overknee Strümpfe - H&M, Schuhe - Zara
3. Look: PU-Leggings - Forever21, Schuhe - H&M
4. Look: Lederweste - Second Hand, Hose - H&M
5. Look: Hut & Gürtel - Vintage, Jeans - Vero Moda, Schuhe - Mustang
6. Look: Top - H&M, Jeans - Vero Moda, Schuhe - Mustang
7. Look: Top - H&M, Jeans - Vero Moda, Schuhe - Mustang


Samstag, 15. November 2014

Spontan sein!

Diese Fotos sowie dieser Post sind spontan entstanden. Oft plane ich bereits Tage vorher, welche Fotos ich machen möchte, welche Kleidung ich trage und welchen Text ich dazu schreiben möchte. Heute wollte ich einfach mal spontan sein. Geplant war ein Post für morgen abend, zu welchem ich mir bereits vor einer Woche Gedanken gemacht habe. Und heute nachmittag um 4 Uhr hatte ich in einer Lernpause die Idee, spontan noch ein paar Fotos zu schießen. In einem kreativen Anfall sprang ich auf, zog auf die schnelle einen Lidstrich, griff beliebige Teile aus meinem Schrank ohne eine Minute darüber nachzudenken und machte mich auf den Weg. 
Ich wusste, dass es um 5 Uhr bereits dunkel wird und ich dann keine Fotos mehr draußen machen kann wegen fehlendem Tageslicht. Daher musste alles schnell gehen und so war es auch. 15 Minuten geschminkt und Haare gemacht, Kamera, Stativ und Fernauslöser zusammengesucht und ins Auto gesprungen. Ich wollte heute eine neue Location ausprobieren und bin froh, diese hier nur wenige Minuten von meinem Zuhause entfernt gefunden zu haben. Kurze Zeit später stellte ich mein Stativ auf, positionierte die Kamera und 10 Minuten später war ich auch schon fertig. Es war jetzt 20 vor 5 und ich hatte die Fotos im Kasten. So schnell ging's ehrlich gesagt noch nie mit fertig machen, Kleider raussuchen und Fotos machen. 
Das war jetzt mal ein kleiner Eindruck eines "behind the scenes" von mir. Oft mache ich meine Fotos alleine, aber ab und an mache ich das auch mit meiner besten Freundin zusammen, wo wir gegenseitig voneinander Fotos machen. Das macht natürlich tausend mal mehr Spaß. :)
Notiz für mich: öfter spontan sein! Nicht so viel darüber nachdenken und nicht immer Für und Wider abwägen, weil dann meistens das Wider gewinnt. Man kann sich oft selbst mit spontanen Aktionen überraschen und neues entdecken, was einem Freude bereitet. Ich versuche mir das in nächster Zeit mehr anzueignen.

Ich trage: Hut - H&M, Schal - H&M, Poncho - Review, Jeanshemd - Asos, PU-Leggings - Forever21, Schuhe - H&M.

Donnerstag, 13. November 2014

Liebster Blog Award


Ich wurde von der lieben Beutyrosing für den Liebster Blog Award nominiert.
Vielen Dank! Ich freue mich sehr darüber und mache gerne mit. 

Hier sind meine Antworten auf die Fragen, die du mir gestellt hast:

1.Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du an/ für deinen Blog?
Momentan stecke ich viel Zeit und Arbeit in meinen Blog. Wenn ich das Fotos machen usw. mitrechne, dann würde ich sagen um die 14 Stunden. Hört sich viel an, aber für dieses neue Hobby nehme ich mir sehr gerne Zeit.

2. Welche Pinsel Marken verwendest du? Teuer oder Günstig?
Ich verwende sowohl No-Name Pinsel als auch Markenpinsel. Am liebsten mag ich die Pinsel von Zoeva.

3. Besitzt du eine Spiegelreflexkamera?
Ja, ich besitze seit 2011 eine Sony Alpha 55. Damit bin ich ganz zufrieden, allerdings reicht mir das 18-55mm Objektiv nicht mehr aus. Ich suche derzeit ein neues 80-200mm Zoom-Objektiv :)

4. Was war dein erstes M.A.C Produkt?
Mein erstes und bisher auch einziges MAC Produkt ist ein dunkelroter Lippenstift namens Diva. Aber ich habe bereits mehrere andere Produkte im Auge, die ich zu Weihnachten haben möchte, u.a. den Pro Longwear Concealer, verschiedene Lidschatten und Blushes.

5. Kaufst du lieber Drogerie oder High End Produkte?

Lieber High End, aber wesentlich öfter Drogerie, weil mir die High End Produkte oft zu teuer sind,wenn sie auch meistens eine bessere Qualität haben ;)

6. Wie oft verwendest du Lidschatten in der Woche?
Neuerdings öfter, ich würde sagen drei bis vier mal pro Woche. Allerdings nur natürliche Farben.

7. Wie oft gehst du ungeschminkt aus dem Haus?
Etwa zwei mal in der Woche. Meistens an Tagen, an denen ich frei habe und dann spontan einkaufen gehen muss oder sonst wohin :)

8. Dein Geheimtipp für gesunde Haare?
Nicht zu oft waschen, shampoonieren nur am Haaransatz, ein Haaröl in die Spitzen geben und so oft es geht eine Pflegekur verwenden. Außerdem Finger weg von exzessivem Blondieren (aber da darf ich eigentlich nichts sagen haha)

9. Warum heißt dein Blog so wie er heißt?

Weil ich für mich die richtige Balance gefunden habe - egal wie oft das Leben versucht, mich herunterzureißen. Ich erinnere mich selbst und andere gerne daran, dass man, wenn man den Mut hat, mit leichten Schritten durch dieses unstete Leben tanzen kann. Der Tanz auf dem Drahtseil symbolisiert für mich einerseits diese Leichtigkeit und Sorglosigkeit, und andererseits die Unberechenbarkeit des Lebens, die es nicht immer so leicht macht. Der Drahtseiltänzer ist der Optimist, der sein Ziel nicht vergisst.

10. Wissen deine Freunde/ Familie/ Bekannte dass du bloggst?
Ja, das weiß so gut wie jeder in meinem näheren Umfeld. Ich wollte von Anfang an kein Geheimnis daraus machen,da ich 100% hinter meinem Blog stehen möchte und das tue ich auch :)

11. Wie viele Paar Schule hast du?
Noch nicht mal so viele für eine Frau: etwa 20 Paar. Aber wie ich mich kenne, wird es nicht lange dabei bleiben :D

Das hier sind meine 11 Fragen:
1. Wie bist du darauf gekommen, einen Blog zu schreiben?
2. Warum schreibst du über die Themen über die du schreibst?
3. Wie oft in der Woche veröffentlichst du einen neuen Post?
4. Hast du schon mal ein Giveaway gemacht?
5. Hast du schon mal bei einem Giveaway gewonnen?
6. Auf welchen anderen sozialen Netzwerken bist du noch angemeldet?
7. Hast du schon mal über einen Blog eine echte Freundschaft geschlossen?
8. Findest du, dass sich Blog und Beruf gut vertragen?
9. Was versprichst du dir von deinem Blog?
10. Wie viele Posts hast du bereits veröffentlicht?
11. Wie viele Aufrufe hat dein Blog?


Ich nominiere:
Fashionrondell
Absolutely Amazed
Bobby J. Marie
Großstadtentdeckerin
Jules Closet
Just Some Thoughts
Mint Macaron
My Magic Forest
Nilooorac
Only Memories
Sophie Originals

Das sind die Spielregeln:
Verlinke die Person, die dich nominiert hat
Beantworte die 11 Fragen, die dir von dem Blogger, der dich nominiert hat, gestellt wurden
Nominiere 11 weitere Blogger, die weniger als 200 Follower haben
Stelle 11 Fragen an deine Nominierten
Informiere deine Nominierten über diesen Post


Mittwoch, 5. November 2014

Warum kein Facebook, aber dann einen Blog?

Die Sache ist die: Facebook ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. So vieles läuft über Facebook. Man kann sich zu vielen Internetseiten über den eigenen Facebook-Account anmelden, alle Freunde haben Facebook und es gibt wichtige Gruppen, z.B. für die Uni oder den Job. Zudem kann man eigene Seiten erstellen und dadurch Werbung für sich selbst machen. Das sind einige Punkte, die eindeutig für Facebook sprechen.
Ich habe mich allerdings vor einiger Zeit dagegen entschieden. 10 Monate lebe ich nun bereits ohne das blaue F. Und ich habe tatsächlich überlebt! Kaum zu glauben, aber wahr: ein Leben ohne Facebook ist möglich. Ich habe bereits seit über einem Jahr darüber nachgedacht, mich abzumelden. Einige meiner Freunde und mein Freund haben den Anfang gemacht. Und plötzlich waren die Leute, die einen Facebook-Account hatten in unserem Freundeskreis in der Unterzahl. Ich habe viel und lange hin und her überlegt, ob ich mich abmelden soll, wann ich das tun soll und ob es die richtige Entscheidung war oder ob ich sogar zurückkehren soll und mir ein neues Konto einrichten soll oder mein altes reaktivieren.
Das ist der unbewusst Einfluss, den Facebook ausübt. Eine der schlimmsten Zeiten war eindeutig letztes Jahr im Sommer, als ich für eine Klausur lernen sollte und den ganzen Tag nichts anderes mehr gemacht habe als Candy Crush zu spielen. Da habe ich gemerkt, dass das nicht das Richtige sein kann und dass ich nicht so manipuliert werden möchte.
Ich persönlich hatte viel zu viel Zeit auf Facebook verbracht und den Großteil dieser Zeit habe ich mich geärgert. Geärgert über das, was ich dort gelesen habe, über die Leute, mit denen ich befreundet war und dadurch war ich generell sehr viel genervter in meinem Alltag. Gibt man bei Google ein: „Facebook macht“, entsprechen meiner Meinung nach alle erscheinenden Suchbegriffe der Wahrheit. Manche mehr, andere weniger. Und einem solchen Einfluss wollte ich mich nicht weiterhin unterwerfen, da ich gemerkt habe, dass es mir mehr Schlechtes als Gutes bringt.

Ich habe bereits mit vielen Menschen über Facebook geredet. Alle wollten wissen, warum ich mich abgemeldet habe. Allen habe ich dasselbe gesagt: weil ich nur noch genervt war und mit den meisten „Freunden“ gar nicht befreundet sein wollte. Weil ich nicht über Google mit meinem Namen gefunden werden möchte und in meinem späteren Beruf nicht für andere über Facebook zu finden sein möchte. Das Lustige ist, dass jeder Einzelne mir zugestimmt hat. Jeder meinte, dass ihn Facebook genauso nervt usw. Aber abmelden würden sie sich nicht.
Natürlich kann jeder machen, was er will und Facebook seine Daten und Bilder, Handynummer und Standort preisgeben. Das ist jedem selbst überlassen. Ich habe für mich allerdings einen besseren Weg gefunden. Ich weiß, dass vieles, was sich im Internet abspielt, „gefährlich“ sein kann usw. Aber mir persönlich war es wichtig, keine Google-Spuren mit meinem richtigen Namen zu hinterlassen.
Mit meinen Freunden kann ich problemlos über Whatsapp kommunizieren – ja, auch wenn es da Verbindungen zu Facebook gibt usw. Aber damit bin ich trotzdem nicht mit meinen persönlichen Daten auf Google zu finden. Am liebsten rede ich aber mit Freunden persönlich statt  über das Internet. Etwas mit echten Menschen zu unternehmen wird heutzutage leider immer seltener.
Das Kontroverse ist wohl, dass ich einen Internetblog schreibe. Das ist mir durchaus bewusst. Hier habe ich aber nirgendwo meinen Namen, mein Geburtsdatum oder meine Handynummer angegeben. Auch nicht meinen Wohnort oder Standort oder Ähnliches. Das macht für mich einen großen Unterschied. Zudem muss ich mir hier nicht täglich 100 sinnlose Posts durchlesen, die andere „Freunde“ posten und ich muss mich nicht dabei ärgern.
Ich bin nur noch auf Seiten angemeldet, auf denen man sich nicht mit anderen befreundet, sondern ihnen folgt. Deswegen Instagram, deswegen Lookbook und deswegen Bloglovin. Hier kann ich den Personen folgen, die ich wirklich mag und die mich interessieren. Hier gibt es keine nervigen Posts und Updates über den Gang zur Toilette. Hier sehe ich den Inhalt, den ich mir selbst ausgesucht habe. Und das ist für mich etwas angenehmes, was meinen Alltag bereichert.
Zudem finde ich, dass es in Facebook sehr um Konkurrenz geht. Neid und Eifersucht sind hier ganz große Schlagwörter. Jeder möchte die meisten Likes unter seinem neuesten Profilbild haben und wenn die beste Freundin plötzlich mehr Likes bekommen hat, muss man direkt eifersüchtig sein (zumindest meinen das manche). Es geht in Facebook sehr um soziale Anerkennung. Jeder möchte am schönsten und am beliebtesten sein und 300 Likes unter seinen Bildern haben. Aber ihr scheint vergessen zu haben, dass es auf Facebook auch Grenzen gibt! Mehr als 5000 Freunde könnt ihr nicht adden. Irgendwann ist die Obergrenze also erreicht.
Abgesehen davon weiß ich von vielen Leuten, dass sie Facebook aus Gründen des Stalkens haben. Jeder wird zum Stalker und verbringt viel Zeit damit, Informationen über andere herauszufinden. Man schaut sich begeistert die gephotoshoppten Bilder von irgendwelchen arroganten Ziegen an, um anschließend mit der Läster-Schwester darüber herziehen zu können. Na das ist mal eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Das spare ich mir lieber.
Ich habe meinen Blog NICHT aus Gründen der sozialen Anerkennung eingerichtet. Ich habe diesen Blog gegründet, weil ich das bereits machen wollte seit ich 16 bin, aber mich vorher nie getraut habe. Ich wusste nie genau worüber ich schreiben sollte und war immer zu unsicher, weil ich Angst hatte, was andere Leute über mich denken würden. Ob sie über mich lästern und sich lustig machen würden. Heute ist mir das egal, deswegen habe ich diesen Schritt nun gewagt. Mit 16 war ich bereits begeisterte Myspace-Nutzerin, habe mir HTML selbst angeeignet und mit Freude und Begeisterung ein eigenes Design für meine Seite kreiert. Das war im Grunde die Vorstufe eines eigenen Blogs. Leider war Myspace aber nach ein paar Jahren „out“, dank Facebook.
Meinen Blog habe ich deswegen eingerichtet, weil ich meine Meinungen und Stories mit der Welt teilen möchte. So etwas würde ich niemals auf Facebook tun. Ich liebe es, mit Bildern Geschichten zu erzählen und mein Innenleben auszudrücken. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich mich dadurch angreifbar mache – das WILL ich sogar! Früher habe ich es um jeden Preis gemieden, mich angreifbar zu machen. Heute will ich niemandem mehr eine Illusion eines perfekten Mädchens ohne Ecken und Kanten oder irgendwelche Macken und Schwächen vorspielen. Ich will, dass ihr alle seht, dass ich nicht perfekt bin, dass ich oft anecke im Leben und viele Macken habe, die mich in einem weniger guten Licht dastehen lassen. Und warum sollte das jemand ernsthaft wollen? Weil ich das hier wie gesagt nicht aus Gründen der Anerkennung mache. Ich bin genau die Person, die ihr auf meinen Fotos seht und in meinem Kopf tummeln sich genau die Gedanken, die ihr in meinen Texten lest. Das bin 100% ich – in meiner gesamten Unvollkommenheit, ohne irgendjemandem etwas vorzuspielen. Alle Fehler und Macken und eigenartige Gedanken, die ich habe, gehören zu mir. Ich bin froh damit, weil mich das ausmacht und von irgendwelchen seelenlosen „perfekten Puppen“ unterscheidet, die im Internet nur das Beste von sich preisgeben, nur ihre Schokoladenseite zeigen und jeden Tag neuen Syber-Müll produzieren – nur um etwas gesagt zu haben.
Mein Blog soll zum Nachdenken anregen. Er hinterfragt Dinge, die viele einfach hinnehmen, ohne sie kritisch zu betrachten. Ich möchte euch Freude machen an dem, was mir Freude macht und euch etwas zeigen, was ihr zuvor vielleicht noch nicht entdeckt habt. Ich möchte euch die schönen Seiten des Lebens zeigen, auch wenn es ab und an „nur“ um Mode oder Make-Up geht. Aber das sind Dinge, die mir auch Spaß machen und durch die ich mein Innerstes nach außen hin tragen kann. Diese Dinge lenken mich auch mal vom ganzen Ernst des Lebens ab.
Dieser Post soll euch zeigen, dass es sich ohne Facebook tatsächlich besser lebt. Ich war selbst jahrelanger aktiver Nutzer und nach meiner Abmeldung hat mein Selbstbewusstsein einen unerwarteten Anstieg erlebt. Ich habe nicht mehr das Gefühl, mich beweisen zu müssen vor anderen und aufpassen zu müssen, was ich sage. Nicht jeder, den ich kenne,  wird es automatisch lesen, sondern nur die Menschen, die es sich selbst ausgesucht haben und bei denen gehe ich davon aus, dass sie es gerne lesen. Für mich ist es sehr befreiend ohne Facebook zu leben – vielleicht kann der ein oder andere das bestätigen.
 

Freitag, 31. Oktober 2014

Halloween Make-Up Tutorial

Happy Halloween euch allen! Zur Feier des Tages habe ich ein Make-Up Tutorial für euch.

Da ich bereits motiviert für heute Abend war, habe ich dieses Make-Up schon vor ein paar Tagen ausprobiert. Das Ergebnis sind die Bilder oben. Heute möchte ich euch Schritt für Schritt zeigen wie es funktioniert. Die folgenden Fotos sind von heute - das Make-Up ist demnach nicht identisch mit dem ersten Versuch.
Alles, was ihr braucht, ist einen hellen Concealer - oder falls ihr weiße Karnevalsschminke habt, umso besser, Puder, Lidschatten in rot, lila/blau und schwarz, Kajal, Eyeliner, falsche Wimpern, einen Augenbrauenstift und roten Lippenstift. Falls ihr dem Ganzen noch einen extra Hauch Drama aufsetzen wollt, dann könnt ihr auch noch Glitzer benutzen. Außerdem benötigt ihr entsprechende Pinsel: Der wichtigste ist ein Blende-Pinsel für den Lidschatten, da Verblenden bei diesem Make-Up das A und O ist.
Das hier sind die Produkte, die ich benutze:
Die Zahlen sind in der richtigen Reihenfolge geordnet, in der die Produkte aufgetragen werden bzw. welche Pinsel dafür benutze werden.
1.) Soap & Glory - 6-in-1 Multiactive Moisturize Lotion/ For Daily Youth (jede andere Hautcreme ist genauso gut!)
2.)Benefit - Boing Concealer in 01
3.) Essence - Modifying Compact Powder in natural beige 01; aufgetragen mit einem Puderpinsel von Makeover Essentials 
4.) Rouge (Lidschatten, aus einer No Name Lidschatten Palette - hier erhältlich); aufgetragen mit dem Zoeva Silk Finish 102 
5.) Lidschatten in rot, lila, schwarz und weiß (Palette hier erhältlich); verblendet mit dem Makeover Essentials Lidschattenpinsel
6.) Manhattan - Gel Eyeliner in schwarz; aufgetragen mi dem Alverde Eyeliner Pinsel
7.) P2 - Gold & Glow Glitzerpalette - rot & schwarz
8.) Essence - Kajal Pencil in black 01
9.) Essence - I Love Extreme Volume Mascara
10.) P2 - Volume False Lashes
11.) Catrice - Eyebrow Stylist in Date with Ash-Ton 020
12.) Isadora - Eyebrow Styler in Transpired 50
13.) Rimmel - Kate Moss Lipstick in Rouge à Lèvres 107; aufgetragen mit dem Beauty for you Lipliner
14.) Astor - Quick'N Go! in 17
15.) Fledermausohrringe/ beliebigen Schmuck

Hier ist noch einmal alles für euch in Bildern festgehalten:
(Leider hatte ich hier kein Tageslicht zur Verfügung, daher entschuldigt die Farben)

Zuerst cremt ihr euer Gesicht mit einer Gesichtscreme ein, anschließend tragt ihr einen hellen Concealer auf dem gesamten Gesicht auf. Danach fixiert ihr diesen mit Puder. Anschließend konturiert ihr das Gesicht mit einem braunen Lidschatten oder Bronzer/Konturpuder. Danach konturiert ihr noch einmal mit einer Mischung aus lila, rot und schwarz, um das Ganze zu intensivieren. Damit keine harten Kanten entstehen, wird die Konturierung mit einem Rouge- oder Gesichtspinsel verblendet. Anschließend tragt ihr roten und lila-farbenen Lidschatten großzügig auf dem gesamten Lid auf und verblendet diesen mit einem Blendepinsel. Danach tragt ihr Eyeliner und Kajal auf und verblendet diesen ebenfalls. Wenn ihr wollt, könnt ihr dann Glitzer auftragen. Nun kommt der schwierige Part: falsche Wimpern ankleben. Danach malt ihr eure Augenbrauen nach, tragt roten Lippenstift auf und verblendet den Rand der Lippen mit schwarzem Lidschatten auf einem Wattestäbchen, um einen Farbverlauf zu erzeugen. Wenn ihr wollt, könnt ihr noch mit dem Augenbrauenstift einen Schönheitsfleck aufmalen. Fertig ist der Look! Es spielt keine Rolle, ob ihr dieselben Produkte wie ich benutzt, alle anderen Produkte sind genauso gut geeignet.

So sieht das Make-Up von heute aus:
Ich mache heute mit Freunden eine Nachtwanderung mit Fackeln durch den Wald und anschließendem gemütlichen Beisammensein. Ich bin bereits voller Vorfreude!
Was habt ihr heute Abend für Pläne und wie habt ihr euch verkleidet?
Es würde mich sehr interessieren :)

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Niemand ist perfekt!

Ich würde nicht mal im Traum daran denken, mich selbst als „perfekt“ zu bezeichnen. Ich habe so viele Macken, durch die ich weit von diesem Begriff entfernt bin. Meiner Meinung nach ist perfekt ein irreales Wort, das in keinerlei Ausprägung existiert. Was ist perfekt? Wer ist perfekt? Das einzige, was perfekt ist, ist das Wort selbst. Nichts und niemand ist perfekt und das sollte man sich so früh wie möglich klarmachen und eingestehen. Aber wenn das angeblich so viele Menschen wissen, warum gibt es dann so viele Perfektionisten auf dieser Welt?
Ich war selbst mal so eine und ich bin froh, dass ich es nicht mehr bin. Es hat mir nichts als Kummer gebracht. Als Perfektionist hat man ständig das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Man muss immer besser sein, denn man hat dieses unrealistische Bild von Perfektion im Kopf, das man niemals erreichen kann, weil es nicht in der Realität umsetzbar ist. Egal was man macht, es wird nie reichen. Perfektionismus ist Gift für das Selbstbewusstsein. Dadurch, dass man sich unbewusst selbst immer kleiner macht, als man eigentlich ist, schrumpft der Glaube an sich selbst auf dieselbe Größe. Man kann auch keine Komplimente mehr angemessen auffassen. Man denkt immer: „ja klar“ oder „die wollen doch nur nett sein!“ und kann sich gar nicht mehr über nette Worte von anderen Menschen freuen.
Dieser Grundgedanke des Perfektionismus hat sicherlich irgendwo seinen Ursprung. Ich will hier jetzt kein Pseudo-Psychologen-Gelaber anfangen, aber ich denke bei mir hatte das viel mit der Pubertät und den nicht immer so netten Kindern in der Schule zu tun. Viele von uns haben das zu Schulzeiten erlebt, von anderen geärgert" zu werden (harmlos gesagt). Nur wenige Glückspilze kommen drum herum. Ich war immer das Mädchen, das zu dünn war und in ihrem Körper für ihr Alter noch nicht weit genug entwickelt. Für mein Alter war ich genau richtig – nur den anderen hat es nicht gepasst. Wenn man mit den Genen einer späten Entwicklung geboren wird, ist es klar, dass man mit 13 noch nicht so weit ist wie die anderen Mädchen in der Klasse. Und wenn man für etwas aufgezogen wird, wofür man selbst nichts kann, ist das kein schönes Gefühl. Ich wollte nur kurz die Ausgangslage anreißen, weil ich von vielen weiß, dass sie es in der Schule nicht leichter hatten und bei vielen hat das im Selbstbewusstsein einen Knacks hinterlassen.
Aber ich denke das ist kein Wunder. Wenn man in der Zeit seines Lebens, die wohl die größte Ungewissheit und Unsicherheit mit sich bringt, von Gleichaltrigen eingetrichtert bekommt, dass irgendetwas nicht stimme mit einem. Dass man auf irgendeine Weise nicht gut genug sei. Natürlich glaubt man das. Und man schaut sich die anderen an und wünscht sich, so zu sein wie sie. Man wünscht sich einen anderen Körper, ein anderes Aussehen, ein anderes Leben. Man wünscht sich, perfekt zu sein. Dass man diese Wünsche niemals erfüllen kann, weiß man in dem Alter noch nicht. Aber man wird es früh genug zu spüren bekommen.
Ich habe mich früher für mich selbst geschämt und das hat Spuren hinterlassen. Kinder können grausam sein und heute wüsste wohl keiner von denjenigen mehr, was sie tatsächlich damit angerichtet haben. Aber bei mir blieb es hängen und hat mich noch Jahre danach daran erinnert. Ich wurde zur Perfektionistin. Mein Grundgedanke war, besser sein zu wollen als diejenigen, die sich damals über mich lustig gemacht haben, um mich dann über sie lustig machen zu können. Eigentlich genauso dumm, weil ich mich dadurch unweigerlich auf deren Niveau heruntergelassen habe. Aber ich wollte es trotzdem. Ich wollte Vergeltung. Nur das war leider der falsche Weg. Denjenigen etwas beweisen zu wollen, die einen mal gemobbt haben,  ist dumm. 
Hätte ich damals so gedacht wie jetzt, dann hätte ich drüber gestanden und mich kaputt gelacht. Denn wer sind diese Menschen? Zu meinen besten Freunden haben sie nie gehört. Also waren sie mir nicht wichtig. Warum also sollte deren Meinung dann mein Leben beeinflussen? Es gibt keinen Grund. Der beste Tipp: darüber hinwegkommen, sich nichts darauf einbilden. Und am besten noch drüber lachen. Manche können das früher, andere erst später. Ich war schon immer ein Mensch, der sich alles sehr zu Herzen genommen hat, deswegen habe ich das erst spät gelernt. Aber bekanntlich ist ja spät besser als nie!
Wenn man für andere Leute perfekt sein will, statt für sich selbst, dann kann das ohnehin nicht der richtige Weg sein. Man sollte Entscheidungen über sein Aussehen und seine Persönlichkeit immer für sich selbst treffen und nie für andere. Schon gar nicht, wenn es Menschen sind, auf die man gut verzichten kann. Ein Perfektionist wird meiner Meinung nach nur durch die Gesellschaft geboren. Er würde nicht von allein und ohne Einfluss anderer darauf kommen, perfekt sein zu wollen. Ein Perfektionist wird niemals zufrieden sein mit sich, und er wird im schlimmsten Fall auch niemals mit anderen Menschen zufrieden sein. Er kann sich selbst (und andere) nicht so akzeptieren wie sie sind. Er wird immer etwas auszusetzen haben. Und wer mag schon Menschen, die sich am laufenden Band nur am beschweren und am rumnörgeln sind? Ich jedenfalls nicht.
Ich finde, dass die Gesellschaft Schuld daran ist und die Lage wird sich in Zukunft weiter verschärfen. Das Streben nach sozialer Anerkennung hat auf Facebook Fuß gefasst. Die Anzahl der Likes unter dem neusten Profilbild entscheidet darüber, wie hübsch oder beliebt jemand ist und die Jugendlichen von heute messen anhand dessen ihr Selbstwertgefühl. Ist das nicht traurig? Ich finde schon. Ich warte nur auf den Tag, an dem der Dislike-Button eingeführt wird und das Mobbing erst so richtig losgeht. Ich bin wahnsinnig froh, nicht mehr Teil dieses Wahnsinns zu sein. Durch Photoshop wird das Ganze noch zusätzlich schlimmer finde ich. Jedes zweite Bild auf Facebook ist bearbeitet und jeder kennt einen, der einen kennt, der einem Photoshop kostenlos besorgen kann. Und so nimmt das Drama seinen Lauf. Alles wird bearbeitet und in den schlimmsten Fällen so, dass man die Person auf der Straße nicht wieder erkennen würde. Versteht mich nicht falsch, ich nutze selbst Photoshop, aber ich bin ein Feind exzessiver Bildbearbeitung, die die Grenzen des in der Realität Möglichen überschreitet! Da kenne ich auch einige Kandidatinnen: Nase kleiner machen, Gesicht schmaler machen, den ganzen Körper dünner machen usw. Wenn man selbst jahrelange Erfahrung mit Photoshop hat, entwickelt man irgendwann einen Blick dafür, was „echt“ ist und was nicht. Und für die anderen unter uns, die kein Photoshop haben oder sich nicht gut damit auskennen und vielleicht nicht direkt sehen, dass Fotos bearbeitet sind, ist das sicherlich nicht angenehm. Plötzlich ist jeder so hübsch und so dünn und so „perfekt“ und dabei ist nichts davon echt. Alles nur Show. Aber wozu die ganze Show? Meine Theorie: Je „perfekter“ das Profilbild, desto mehr Likes, desto mehr soziale Anerkennung, desto mehr Bestätigung. Soziale Anerkennung ist eine sehr ansteckende Krankheit des 21. Jahrhunderts. Hat es dich einmal erwischt, so ist an Heilung fast nicht mehr zu denken. Das einzige Gegenmittel ist wohl, sich damit auseinander zu setzen, das ganze aus einer anderen Perspektive zu betrachten und sich zu fragen, was man davon hat, anderen eine Scheinrealität vorzugaukeln, die nur auf Facebook besteht. Mein Tipp: Meldet euch ab! Zu diesem Thema werde ich aber noch einen extra Post verfassen. Viele werden an dieser Stelle denken, dass es paradox ist, dass ich auf einem eigenen Internetblog einen Post gegen soziale Anerkennung im Internet verfasse. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, dann verfolgt meinen Blog weiterhin. Es wird demnächst auch darüber noch ein ausführlicher Post erscheinen.
Mein Schlusswort: Hört auf, nach Perfektionismus zu streben! Versucht die beste echte Version eurer Selbst zu sein und niemand anderes. Nur wer sich selbst so akzeptiert wie er ist, kann mit sich zufrieden und glücklich sein.


Ich trage: Hut - H&M, Kleid + Gürtel  - Forever21, Strumpfhose - H&M, Schuhe - Zara.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Haarige Angelegenheit!

Heute möchte ich euch eine Geschichte über meine Haare erzählen. Ich war heute seit längerer Zeit wieder beim Frisör zum Spitzenschneiden. Die letzte Zeit habe ich das immer selbst gemacht, was auch gut funktioniert hat. Heute wollte ich aber wieder eine Fachfrau ran lassen, da ich das Gefühl liebe, frisch vom Frisör zu kommen mit weichen, gesunden Haaren, die man zuhause sowieso nie so hinbekommt. Mein Fazit für heute: ich bin rundum zufrieden! Meine Spitzen waren ziemlich kaputt wegen Blondierung und Co. Ich wusste, dass es Zeit wird, wieder etwas mehr abschneiden zu lassen und nicht immer nur einen Zentimeter. 
Darum habe ich meine Frisöse gefragt, wie viel man abschneiden müsste, wenn man alles abschneidet, was kaputt ist. Sie meinte 10cm. Und das ist mir natürlich viel zu viel, weil ich meine Haare noch länger wachsen lassen möchte. Wir haben uns dann auf 5cm geeinigt und ich finde, dass man es gar nicht sieht, worüber ich sehr froh bin. Normalerweise lasse ich meine Haare nur schneiden und föhne sie dann selbst, um etwas Geld zu sparen. Heute wollte ich aber was anderes: meine Haare sollten glatt werden, was für mich mit Naturlocken immer etwas Besonderes ist. Darum hab ich mir die Haarwäsche gespart und mir einmal Glätten gegönnt. Guter Deal. Wie immer sind die Haare glatter und weicher, als ich es jemals zuhause hinbekomme. Aber ich habe mir jetzt vorgenommen, regelmäßiger zum Spitzenschneiden zu gehen und vielleicht bleiben meine Haare dann endlich gesund.
Die Geschichte, die ich euch erzählen möchte, war für mich selbst eine Erfahrung, die mich sehr sehr vorsichtig gemacht hat, was Haarveränderungen angeht! Ich würde niemals mehr eine radikale Veränderung mitmachen und mir nie mehr die Haare kurz schneiden. Ich hatte als Kind schon immer lange Haare und habe es immer geliebt und das tue ich auch jetzt.
Seit den letzten fünf Jahren gehe ich zu der Frisöse meines Vertrauens. Es ist kein großer, high class Frisörsalon von Tony & Guy oder Paul Mitchell. So einen habe ich noch nie im Leben betreten. Ganz im Gegenteil: meine Frisöse hat einen kleinen gemütlichen Salon auf dem Land und das reicht mir vollkommen aus!
Ein einziges Mal in fünf Jahren war ich bei einem anderen Frisör und das war vor genau einem Jahr. Da ich nur zu meiner Frisöse gehen kann, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin und letztes Jahr nicht so oft zuhause war, wollte ich einen anderen Frisör ausprobieren, der näher ist und wegen dem ich nicht extra heim fahren muss. Deswegen habe ich mich bei Google schlau gemacht, welcher Frisör in der Nähe gut ist und einer hat mit über 100 positiven Bewertungen deutlich herausgestochen. Darum habe ich mir sofort bei diesem Frisör einen Termin gemacht. Es war ein Naturfrisör, der schwor, ausschließlich mit gesunden Haarfarben zu arbeiten. Ich habe mir davon sehr viel versprochen, da meine kaputten Haare dringend eine schonende Behandlung gebraucht haben.
Als ich mich auf den Weg zu meinem Termin macht, habe ich den Salon zuerst gar nicht gefunden, weil er unglaublich klein war und von außen aussah, wie ein Esoterik-Shop. Erster Eindruck vor dem Laden stehend, war also bereits schlecht. Als ich hineinging, hat es extrem nach Räucherstäbchen gestunken. Eine andere Kundin meinte nach einer Weile sogar, dass ihr davon schlecht wird und ob man die Tür aufmachen könnte. Der Frisör an sich hat alleine gearbeitet. Er hatte kein Personal, was auch aus Platzgründen schwierig geworden wäre.
Zweiter Eindruck, im Laden stehend, noch schlechter. Im Nachhinein weiß ich nicht, warum ich nicht bereits an dieser Stelle einfach wieder gegangen bin. Ich hätte es besser gemacht! Aber ich habe mich anstandshalber auf den Stuhl gesetzt und dem Frisör meinen Frisurenwunsch überdeutlich erklärt. Und damit meine ich auch tatsächlich überdeutlich. Da ich in der Vergangenheit bereits sehr viel falsch gemacht habe mit meinen Haaren, bin ich beim Frisör immer sehr direkt und bestimmend, weil ich einfach genau das am Ende haben möchte, was ich mir vorstelle. 
Mein eindeutiger Wunsch war also: Spitzen schneiden und viele Blonde Highlights in den Längen und Spitzen im Ombre-Stil. Ich hatte sogar Fotos dabei, die ich ihm gezeigt habe und die ganze Zeit über auf der Ablage vor mir liegen gelassen habe. Ich hatte zuvor einen rötlichen Orange-Stich in meinen Haaren, was mir gar nicht gefallen hat. Deswegen habe ich den Frisör gefragt, ob man etwas dagegen machen könnte. Sein Vorschlag war, mit brauner Naturhaarfarbe das komplette Haar zu tönen und anschließend blonde Strähnen zu machen. Ich habe diesem Frisör vertraut und das war ein Fehler.
Zuerst hat er mir die Spitzen geschnitten. Nachdem er über meine Haare meinte: "Ohje! Das ist aber ein ganz schönes Chaos!", wollte er mir 20cm abschneiden, obwohl ich ihm erzählt hatte, dass ich mir die Haare länger wachsen lassen möchte. Meine Schmerzgrenze waren wieder 5cm. Im Endeffekt hat er einfach fast 10cm abgeschnitten, obwohl ich gesagt habe, dass ich nicht mehr als 5cm möchte. Ich habe versucht, ruhig zu bleiben, aber innerlich war ich bereits leicht panisch.
Anschließend wurde Farbe aufgetragen und ich saß ungefähr eine Stunde am Waschbecken, weil es so lange gedauert hat, bis die Farbe eingewirkt ist. Danach meinte er, dass es noch länger dauert, darum habe ich noch eine weitere halbe Stunde am Waschbecken verbracht und hatte danach einen steifen Hals. Als ich mich wieder vor den Spiegel gesetzt habe und der Frisör das Handtuch von meinem Kopf genommen hat, sahen meine Haare fast schwarz aus, so dunkel waren sie. Und als ich genauer hinschaute, schienen sie grün zu schimmern. Ich war entsetzt. Ich habe den Frisör gefragt, warum meine Haare jetzt dunkler sind als vorher, obwohl ich ausdrücklich gesagt habe, dass ich sie heller haben möchte. Er meinte, dass ich nicht beunruhigt sein soll, weil er mir jetzt die blonden Strähnen macht.
Innerlich war ich bereits am Weinen, habe aber gehofft, dass es noch besser wird. Als ich gesehen habe, wie der Frisör die Strähnen gemacht hat, wusste ich, dass es keine Hoffnung mehr gibt. Er hat beliebige Haarsträhnen genommen, ca.  5 Stück insgesamt, aus beliebigen Reihen und hat da einfach Blondierung drauf geklatscht und die wieder zu den restlichen Haaren dazu gelegt, ohne sie mit Alufolie oder Ähnlichem abzuteilen… Ich wollte nur noch nach Hause. Als die Strähnen dann endlich fertig und die Haare gewaschen und geföhnt waren, schaute ich in den Spiegel und hatte bereits Tränen in den Augen. Ich habe ganz ehrlich gesagt, dass es mir überhaupt nicht gefällt. Dass es viel zu dunkel ist und grün aussieht und gar nicht das, wonach ich gefragt habe. Der Frisör blieb sehr sachlich und meinte, dass die Farbe sich noch ändert wegen "oxidativem Sauerstoff" blablabla und dass wir dann einen weiteren Termin machen müssen, wenn ich noch mehr Strähnen haben möchte. Ich habe direkt „Nein“ gesagt und wollte bezahlen und nach Hause fahren.
Als ich dann an die Kasse gegangen bin, hat der Frisör von Hand auf einem Notizblock den Preis ausgerechnet und meinte plötzlich: „Das wären dann 120€!“ Resignativ habe ich das Geld ausgepackt und ihm gegeben. Ich war fertig mit den Nerven. So viel Geld hatte ich noch nie zuvor beim Frisör gelassen! Ich bin mit dem Bus nach Hause gefahren und noch im Bus habe ich meine Frisöse des Vertrauens angerufen und sie gefragt, ob ich für den nächsten Tag einen Termin haben könne, es wäre ein Notfall! Gott sei Dank hatte sie noch einen Termin für mich frei.
Nachdem ich also ca. 4 Stunden in diesem nach Räucherstäbchen stinkenden „Firsörsalon“ verbracht habe, bin ich nach Hause gefahren, ins Bett gegangen und habe geweint. Ich denke, dass einige das jetzt nicht verstehen werden und sich denken: „Es sind doch nur Haare. Die wachsen wieder.“ Andere werden mich hingegen sehr gut verstehen. Es sind ja wirklich "nur" Haare. Ich hätte selbst nicht gedacht, dass mir Haare so wichtig sein könnten. Aber wenn man seine Haare bereits seit 6 Jahren versucht, so lang wie möglich wachsen zu lassen und aus Jugendsünden gelernt hat, dann ist man doch ziemlich fertig, wenn ein „Frisör“ innerhalb von ein paar Stunden alles kaputt macht. 
Ich hatte im Endeffekt tatsächlich dunkelgrüne Haare und ich wollte sie blond haben! Nicht zu fassen. Zudem waren sie viel kürzer, als ich es wollte und ich habe viel zu viel Geld für so einen schlechten Service bezahlt. Und am nächsten Tag war eine Feier, wegen der ich ursprünglich überhaupt zum Frisör gegangen bin! Deswegen war meine Panik umso größer.
Am nächsten Morgen bin ich schließlich zu meiner Frisöse gegangen und sie hat sich auch sehr über diesen Naturfrisör aufgeregt. Ich habe sie darum gebeten, meine Haare zu blondieren, genauso wie ich es wollte. Auch ihr habe ich die Fotos von meiner Wunschfrisur gezeigt. Das erste, was sie gesagt hat, war: „Das kann ich nicht machen. Ich habe Angst, dass dir die Haare abbrechen, weil ich nicht weiß, welche Naturfarbe dieser Frisör verwendet hat. Was ist, wenn es eine chemische Reaktion gibt, und dir die Haare abbrechen?“ Ich hatte direkt wieder Tränen in den Augen. Das letzte, was ich machen konnte, war, den Frisör anzurufen und nachzufragen.
Ich habe ihn also angerufen und gesagt, dass ich gerade bei meiner Frisöse sitze, die mir jetzt die Haare blondieren möchte und ihn gefragt, welche Farbe er verwendet hat. Meine Frisöse hat anschließend noch selbst mit ihm telefoniert und wurde währenddessen ziemlich wütend, weil er ihr erklären wollte, wie man blonde Strähnen macht. Am Ende meinte sie aber, dass es klar geht und sie hat mir dann genau die Frisur gemacht, die ich haben wollte. Ich war überglücklich. Ich habe ihr gesagt, dass sie mein Leben gerettet hat haha. Das war natürlich übertrieben, aber es hat sich in dem Moment so angefühlt.
Ein paar Tage später habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und bin wieder zu dem Naturfrisör in den Salon gegangen und habe gesagt: „Hallo. Ich hätte gern mein Geld wieder zurück!“ Der Frisör meinte wieder ganz sachlich: „Okay, das können wir machen.“ Zu meinem Glück war gerade eine andere Kundin im Salon. Ich weiß nicht, ob er anders eingewilligt hätte. Ich habe ihm dann noch meine Frisur gezeigt und gesagt, dass ich es genauso haben wollte und nicht grün! Er hat dazu nichts mehr gesagt und mir 115€ zurückgegeben, weil er nicht mehr da hatte.
Stolz bin ich wieder aus dem Laden gegangen und habe ihm danach eine ausführliche, negative Bewertung im Internet dagelassen!
Das ist meine Horrorhaarstory. Ich habe daraus gelernt und werde nie mehr einen anderen Frisör ausprobieren. Ich bin froh, dass meine Haare wieder nachgewachsen sind und eine normale Farbe haben. Das werde ich auch nie mehr aufs Spiel setzen. Bei glatten Haaren ist der Tangle Teezer übrigens fantastisch!
Habt ihr auch mal schlechte Erfahrungen beim Frisör gemacht? Schreibt mir doch gerne mal in die Kommentare, was ihr so erlebt habt. Es würde mich sehr interessieren! :)
Ich trage: Kette – Forever21, Shirt – H&M, Blazer – H&M, Jeansshorts – Review, Strumpfhose – No Name, Schuhe – Zara, Armband – Forever21, Handtasche – Forever21.